Anliegen

Uncategorised

Frohe & Erfüllte Weihnachten 2018!



'We'll keep our Christmas merry still...' Walter Scott

Wir danken für den gemeinsamen Weg, gehen in die Winterpause und wünschen

Frohe & Erfüllte Weihnachten, Allerseits!

6. Dezember - Vom Nikolaustag

Über das Leben des historischen Bischofs von Myra ist wenig bekannt.

Im vierten Jahrhundert, zur Zeit Konstantins, war Myra Bischofssitz von Lykien in der heutigen Türkei.

Quellen aus Kreta und Konstantinopel berichten, wie Nikolaus, zwischen 270 und 286 in Patara geboren,
mit 19 Jahren von seinem Onkel zum Priester geweiht, Abt von Sion wurde.

Verfolgt, gefangen und gefoltert,
gab er wie andere Kirchenväter als Bischof sein ererbtes Vermögen an die Armen.

Quellen berichten weiter,
wie Nikolaus beim Konzil von Nicäa Arius ohrfeigt und dafür bis zum Ende des Konzils in Haft kam.
Der Umstand wirft Licht auf die Menschlichkeit des Heiligen.

Daneben erzählen seine Legenden von Wohltat, Heilung und Rettung aus Sturm und schwieriger Zeit.

So wurde der Bischof von Myra Patron der Kaufleute, Schüler und Seefahrer.

 

So ist Nikolaus an Küsten, entlang der Flüsse, im Rheingau und am Mittelrhein bedeutend.

In der Nikolausgilde regelten Kapitäne die Schifffahrt auf dem Rhein.

Ihr Gildehaus war seit dem 16. Jahrhundert die „Krone“ zu Assmannshausen.

 

Nikolaustag war ursprünglich Tag der Kinderbescherung.

Verschiedene Legenden um gerettete Mädchen und Studenten klären das Stiefelfüllen und Orangen,
Symbol goldener Kugeln, als traditionelle Nikolausgeschenke.

Ihre Wurzeln liegen im Schulsystem mittelalterlicher Klöster und Städte.

Ein Bischof ist 'episcopus', Aufseher, Leiter und Vorsteher der Gemeinden.

Ursprünglich besuchte die Nikolausgestalt an diesem Tag mittelalterliche Schulen, um zu prüfen.

Die Kinder wählten einen Kinderbischof, der für diesen Tag das Sagen hatte, und führten Nikolausspiele auf.

Dabei ging es wie in großen Mysterienspielen auf Kirchentreppen um Gut und Böse, Kraft und Schwäche, Klarheit und Irrweg.

Nikolaus kam, zu unterrichten, zu lenken und zu prüfen.

 

Zu seinen Ehren gab es an diesem Tag Gebäck mit dem Bild des strengen wie gütigen „Speculator“.

Und so kam Spekulatius zu seinem Namen.

 

 

4. Dezember - Vom Barbaratag

Dieser Tag gehört Barbara von Nikomedien.

Der Legende nach von ihrem Vater in einen Turm gesperrt und hingerichtet,
da sie sich weigerte, zu heiraten.

Ein dürrer Zweig verfing sich in ihrem Mantel.

Den habe sie in einen Kasten gelegt und ihren Wächtern gesagt,
an dem Tag, an dem dieser Zweig grüne und blühe werde, werde sie frei sein.

Als sie starb, öffnete man den Kasten und fand den Zweig grün, von Blüten bedeckt.

Geht man an ihrem Tag in den Obstgarten, schneidet Zweige,
besonders, wenn es zuvor starken Frost gegeben hat,
so dass die Zweige Winterruhe hatten,
ahmt man den Gang der Jahreszeiten nach, stellt diese Zweige erst kühl und hell,
bringt sie dann in die warme Stube,
blühen sie mit etwas Glück am Weihnachtstag als Symbol des neuen Lebens,
das an diesem Tag beginnt.

 

Im alten Rom lag auf diesem Tag das Fest der Bona Dea.

Ihr Tempel hatte einen großen Garten. Wer beten, bitten, danken wollte, ging dort jäten.

Zu ihrem Fest richtete die Frau eines hohen Beamten ein Fest für die Frauen der alten Familien aus.

Männliche Diener und Haustiere verließen das Haus. Der Festverlauf war wohl gehütet.

Schließen lässt sich, dass Blüten und Weinlaub den Festsaal schmückten,
Myrten als Ehesymbol entfernt wurden.

Da Matronen Weingenuss untersagt war, gingen 'Honigtöpfe' und 'Milch' herum...

 
Am Niederrhein holte seit der Neuzeit 'Barb' Puppen und später, Margarethe Steiff sei Dank, auch Teddys.

Sie verschwanden am Barbaratag, gingen in Kur, wurden geflickt und ausgebessert,
erhielten neue Kleider und nahmen am Weihnachtsabend unter dem Baum Platz.

Im Alpenraum und Teilen des Rheins trug Barbara zwei Gesichter:

Die schöne, liebliche Prinzessin und 'Alte Barb',
furchterregende Schreckgestalt des Winters, verwandt mit Holle, Percht und Baba Jaga.

In eigenen Umzügen am Alpenrand begleitet sie Gefährten des Nikolaus und hilft beim Bescheren.

Vom Martinstag

Der Brauch, Lichter und Lieder in die Nacht zu tragen,
in der Zeit länger werdender Nächte große Feuer aufzuschichten,
ist uralt.

Er entspricht den großen Feuern der Osternacht und anderen Festen,
die im sommerlichen 'Feuerzauber' nachhallen.

Das Feuer, Symbol des Lebens und des Geistes,
verbindet sich im Spätherbst mit der Gestalt Martins von Tours.

Sein Fest und Leben handeln davon, die Nacht zu durchlaufen, sie auszuhalten,
ihr das Licht und die Wärme der Barmherzigkeit entgegen zu halten.

Martin wurde zur Zeit Konstantins, 316 oder 317 nach Christus,
in der römischen Provinz Pannonien im heutigen Ungarn geboren.

Sein Leben, Wirken und Legende sollten durch die Jahrhunderte hindurch
Leitbild des frühen fränkischen Reiches, Rittertums und der Wohltätigkeit werden.

Weiterlesen: Vom Martinstag

Frohe Ostern!


https://www.heiligenlexikon.de/Fotos/Maria_Magdalena2.jpg

Im Garten. Der Auferstandene begegnet Maria Magdalena.
Rembrandt 1638.

Via heiligenlexikon.de.