Zeiten

Kreislauf. Wandel. Veränderung.

Lauf der Gestirne. Änderndes Licht.  Sinken und Steigen.

Ruhen. Blühen. Reifen. Fallen. 

Jahresringe. Schreiten. Zeit.  

Sommers Absicht

Draußen sein. Früh sein.

Stille suchen. Farben suchen. Schatten suchen.

Achtsam sein. Da sein. Am Wasser sitzen. Und unter Bäumen.

- feste feiern. Feste feiern. 

Hüte tragen. Und natürlich - Das hier.

Oktober - Herbst & 'Fall'

Fall - Der Weg in den Schatten.

Licht und Sonnenbahn fallen. Die Sonne steht tiefer.

Seit der Tagundnachtgleiche sind Nächte länger als Tage. 

Abnehmendes Tageslicht. Kühlere Tage. Altweibersommer wendet sich zum Herbst.

 

Erwägen - Und einen Unterschied machen.

Am 29. September, dem Erzengeltag, wurde Michaelmas gehalten - Der Tag der Unterscheidung. 

Mach dachte an den Engelssturz, die Unterscheidung von Gut und Böse vor Anbeginn der Zeiten.

Man erwog das Jahr, zahlte Pacht und Steuern, verwendete letzte Beeren und Sommerfrüchte in Kuchen.  

Stärken & Aufbrechen.

Zeit der Weinlese. Zeit des Einwinterns. Zeit des Erntedanks.

Zeit für Kraut und Most. Weisskohl (Kabbes) wird gehobelt.
Sauerkraut angesetzt. Kabbeskerb gehalten.   

Ab Monatsmitte kommt die erste Kälte. Schlachttage begannen, da Fleisch nun haltbar war.

Die helle Jahreszeit geht nun zu Ende.

Im keltischen Jahr begann der Weg zum Sommerende, der Weg nach Samhain.

Licht und Wärme. Rückzug. Wurzeln. Sammeln. Auswahl und Heimkehr.

November - Samhain - Sommers Ende

No sun - no moon!
No morn - no noon -
No dawn - no dusk - no proper time of day.

No warmth, no cheerfulness, no healthful ease,
No comfortable feel in any member -
No shade, no shine, no butterflies, no bees,
No fruits, no flowers, no leaves, no birds! - November!

Thomas Bloom


All Hallows'

Am Vorabend von Allerheiligen, All Hallow's Eve, Hallowe'en,
enden das gaelische Jahr und die helle Jahreszeit, Sam.

Sommer endet - Samhain (saw-wen) .

Wie der Tag, beginnt das Jahr beginnt im Dunkeln.

Überliefert stehen sich helles Sam und dunkles Gam als Bride, Sonnenmädchen, und Caileigh, Winterherrin, gegenüber.

Caileigh verwandt sind Frau Holle, griechische Hekate und unerbittliche indische Kali.

Draußen hüllt Caileigh das Land in Kälte, Reif, Frost und Schnee,
konfrontiert drinnen mit Unausweichlichem. 

Für Kelten öffnete der Vorabend von Halloween Schranken zwischen den Welten. 
Verstorbene des vergangenen Jahres verließen die Welt, um nach Westen zu gehen. 
Ahnen kehrten wieder, nach dem Rechten zu sehen.

Sie zu ehren, hießen Kerzen, gedeckte Tische und Gastmähler sie willkommen.

Vorstellung und Fest waren so machtvoll,
dass die Kirche von Rom im steten Austausch mit gallischen Gebieten,
pragmatisch das vergleichbare, im Mai gefeierte Allerheiligen und Allerseelen 
auf den Termin legte, es zu zähmen.

Wer in christlicher Zeit der Ahnen zu gedenken zur Kirche ging, erhielt Wegzehrung.

Besondere Speisen, im Süden süßes, reiches 'Pan dei Morti', im Norden helle 'Seelen'-Brote.
So gut, dass sie bis heute das ganze Jahr beim Bäcker zu haben sind.

Zu Allerseelen besuchte und segnete man Gräber, ass und feierte erneut. 
Mit aztekischen Traditionen entstand so in Südamerika der Dia de Muertos.

Man verabschiedete und segnete die Ahnen.
Denn alle waren heimgekehrt.


'You are going home to your home of winter,
to your home of autumn, of spring and of summer;
You are going home to the Land of the Living,
to the restful haven of the waveless sea.

Peace of the Seven Lights be upon you, beloved,
Peace of the Seven Joys be upon you, beloved,
Peace of the Seven Loves be upon you, beloved,

On the breast of the Mother of Blessings
In the arms of the Father of Peace.'


Irischer Totensegen - Mara Freeman

2015 Herbstabsichten - Fall Intentions

Zuhause

Ordnen & Einkehren - Sichten & Sortieren - Licht & Wärme - Dämmen & Gemütlich machen 

Garten

Ernten & Ordnen - Einlagern & Aufbrauchen - Aufräumen & Bereitmachen - Bodenpflege & Winterschutz - Schuppen & Hütte sichten und sortieren. 

Herbstkost - Kraut - Vitamine 

Draußen

Sonne tanken. Blätter schauen. Das Jahr verabschieden.

 

September - Herbstanfang - Mabon

Es ist spät im September. Der Sommer hielt lange an. Ferien waren spät zu Ende.
Die vergangenen Wochen waren arbeitsreich.

Zum Fest der Hildegard von Bingen wendet sich unser Jahr. Die große Arbeit des Sommers ist getan.

Der Garten will geerntet und vorbereitet werden. Die Tage sind noch warm.
Die Abende bringen Decken und Gespräche über das Anheizen.

Wärme und Licht werden wieder wichtig. Ersetzen Kühle, Frische und Schatten der Sommerzeit.

Die Ernte wird eingefahren. Man erwägt das Jahr. Die großen Erntefeste werden abgehalten.

In der Antike feierten um diese Zeit die Kelten das Erntefest Mabon.
Die Mysterien von Eleusis erzählten von Demeter und Kore, Erde und Natur, Tod und Wiedergeburt.

Das Jahr reift

Um diese Zeit beginnen die großen Ernte- und Zahltage.
Am 29. September liegt Michaelmas, das Erzengelfest, der Michaelstag. 

Der 'Prinz der Engel', der der jüdisch-christlichen Legende nach mit dem Ruf 'Wer ist wie Gott?',
der sein Name werden sollte, den Versucher überwand, hält die Waage.

Das Tierkreiszeichen der Tagundnachtgleiche im Herbst. 

Für kurze Zeit sind Licht und Dunkel in Balance.
Das Jahr will erwogen, will bewertet werden, bevor es eintaucht in die dunkle Jahreszeit.

Herbst.

Zeit des Abschieds. Zeit des Aufbruchs. Zeit der Ernte.

   
 

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